Was man in Fès sehen sollte

16 Min. Lesezeit
789
Año de fundación
859
La universidad más antigua del mundo
1981
Patrimonio de la Humanidad

Fès ist eine der ältesten und faszinierendsten Städte Marokkos, bekannt für ihre spannende Geschichte und ihr reiches kulturelles Erbe. Von der beeindruckenden, zum Weltkulturerbe zählenden Medina bis zu den alten Souks und Monumenten versetzt Sie diese Stadt in eine andere Zeit.

Bleiben Sie bei uns und entdecken Sie die eindrucksvollsten Orte dieser Stadt, während wir die Geheimnisse ihrer labyrinthischen Gassen und ihr Vermächtnis als Zentrum des Wissens und des Handwerks lüften. Wer ein authentisches Erlebnis sucht, wird von Fès auf Schritt und Tritt überrascht sein!

1. Anreise nach Fès und Fortbewegung vor Ort

Wie Sie sich denken können, ist Fès sehr gut mit anderen wichtigen Städten Marokkos und Europas verbunden, was die Anreise erleichtert. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Transportmöglichkeiten vor, damit Sie Ihre Reise so bequem und effizient wie möglich planen können.

789
Gründungsjahr
859
Die älteste Universität
15
Km zum Flughafen
1981
UNESCO-Welterbe

Mit dem Flugzeug

Am schnellsten erreicht man Fès über den Internationalen Flughafen Fès-Saïss (FEZ), rund 15 km südlich der Stadt. Er bietet nationale und internationale Flüge mit häufigen Verbindungen aus marokkanischen Städten (Casablanca, Marrakesch und Rabat) sowie aus mehreren europäischen Städten (Paris, Madrid, Barcelona und London).

Vom Flughafen aus gibt es mehrere Möglichkeiten, in die Stadt zu gelangen. Taxis sind die bequemste Option. Es gibt auch Shuttles, die von einigen Fluggesellschaften und Hotels betrieben werden, deren Verfügbarkeit jedoch begrenzt sein kann, besonders nachts.

Mit dem Zug

Eine weitere bequeme und reizvolle Option ist der Zug, betrieben von der ONCF (Office National des Chemins de Fer). Fès ist per Bahn mit den wichtigsten Städten Marokkos verbunden, wie Casablanca, Rabat und Marrakesch.

Ab Casablanca dauert die Fahrt etwa 3 Std. 30 Min.; ab Marrakesch ungefähr 7 Stunden. In beiden Fällen fahren die Züge meist häufig, etwa alle zwei Stunden, und bieten eine verlässliche Option für Reisende. Die Fahrzeuge sind modern und klimatisiert. Zudem lassen sich Fahrkarten online über die Website der ONCF oder am Bahnhof kaufen.

Mit dem Bus

Die Anreise über die Straße ist eine Alternative für alle, die zeitliche Flexibilität bevorzugen. Das Fernbusnetz in Marokko ist ausgedehnt und verbindet die Stadt mit allen großen Städten des Landes. Die wichtigsten Unternehmen sind CTM und Supratours.

Die Fahrt ab Casablanca dauert etwa 4 bis 5 Stunden, ab Marrakesch 7 bis 8. Manche Unternehmen erlauben eine Vorabbuchung der Tickets. Die Busse sind klimatisiert und machen regelmäßig Zwischenstopps entlang der Strecke. Zudem sind sie meist mit WLAN ausgestattet und bieten sowohl Tag- als auch Nachtverbindungen an.

Mietwagen

Wer volle Flexibilität schätzt und sich in seinem eigenen Tempo bewegen möchte, für den kann ein Mietwagen eine ausgezeichnete Option sein. Direkt am Flughafen finden sich mehrere Autovermietungen, sowohl lokale als auch internationale. In der Hochsaison empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen, um einen guten Preis zu sichern.

Bevor Sie in Fès ein Auto fahren

Bedenken Sie, dass zwar die Hauptstraßen, die Fès mit anderen Städten verbinden, in gutem Zustand sind, die Gassen innerhalb der Medina und anderer historischer Bereiche jedoch nicht mit dem Auto befahrbar sind. Zudem kann das Autofahren in Marokko für alle, die mit dem lokalen Fahrstil nicht vertraut sind, etwas herausfordernd sein, besonders in städtischen Gebieten.

Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, ist ein Mietwagen ideal. Er ermöglicht Ausflüge zu nahen Zielen wie Meknès, Ifrane oder Volubilis, im eigenen Tempo und mit völliger zeitlicher Freiheit.

Unterwegs in Fès

Einmal in Fès angekommen, ist die beste Art, die berühmte Medina zu erkunden, zu Fuß. Die Medina von Fès el-Bali ist ein Labyrinth aus engen Gassen, in denen Fahrzeuge keinen Zugang haben, sodass man ihre Winkel in aller Ruhe entdecken kann. Achten Sie auf gutes Schuhwerk, da die Gassen steil und mit Kopfsteinpflaster versehen sein können.

Für längere Strecken oder außerhalb der Medina sind Petit Taxis die beliebteste Option. Diese roten Taxis sind überall verfügbar und relativ günstig.

Immer auf den Taxameter bestehen

Achten Sie darauf, dass der Fahrer den Taxameter zu Beginn der Fahrt einschaltet, oder handeln Sie den Preis vorher aus, da dies in Marokko übliche Praxis ist.

Eine weitere Alternative sind die örtlichen Busse, auch wenn diese schwieriger zu nutzen sein können, wenn man kein Arabisch oder Französisch spricht.

Fès ist Teil von neun unserer Routen, mal als Ausgangspunkt, mal als Zwischenstopp auf dem Weg in die Wüste.

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2. Kurze Geschichte von Fès

Fès ist zweifellos eine der bedeutendsten Städte Marokkos, nicht nur wegen ihres beeindruckenden kulturellen Erbes, sondern auch wegen ihrer Rolle in der Geschichte der islamischen Welt.

Gegründet im Jahr 789 von Idris I., dem Anführer der Idrisiden-Dynastie, war sie als Hauptstadt eines neuen islamischen Reiches im Maghreb gedacht. Die Stadt wurde am Ufer des gleichnamigen Flusses gegründet und wuchs rasch zu einem wichtigen Zentrum für Handel, Religion und Kultur in Nordafrika heran.

Idrisiden-Dynastie und erste Ansiedlungen

In den ersten Jahren gliederte sich die Stadt in zwei getrennte Siedlungen: Madinat Fès und al-Aliya. Diese Viertel wurden von Zuwanderern aus verschiedenen Teilen der islamischen Welt besiedelt, darunter arabische Flüchtlinge aus Andalusien und Kairouan, was zur kulturellen und religiösen Vielfalt der Stadt beitrug. Im 9. Jahrhundert war die Stadt bereits ein wichtiger Treffpunkt arabischer, berberischer und andalusischer Traditionen.

Die älteste Universität der Welt

Mit dem Bau der Universität von Al-Qarawiyyin im Jahr 859, gegründet von Fatima al-Fihri, festigte sich die Stadt als intellektuelles Zentrum der gesamten islamischen Welt. Bis heute ist diese Universität in Betrieb und gilt als die älteste der Welt.

Almoraviden-Dynastie und die Vereinigung von Fès

Der eigentliche Wandel begann während der Almoraviden-Dynastie im 11. Jahrhundert, als die Stadt vereinigt wurde und der Bau der Stadtmauern begann, die die Medina bis heute umgeben. In dieser Zeit gewann Fès an Reichtum und Einfluss und wurde zu einem strategischen Punkt entlang der Handelsrouten, die den Maghreb, das subsaharische Afrika und Europa verbanden.

Die Blütezeit unter den Meriniden

Das 13. Jahrhundert markierte den Höhepunkt der Stadt unter der Meriniden-Dynastie, die die Stadt zu ihrer Hauptstadt machte.

Diese Zeit gilt als das Goldene Zeitalter von Fès. Damals entstanden viele der bekanntesten Bauwerke der Stadt, wie die Madrasa Bou Inania, der Königspalast und die Erweiterung der Medina durch die Anlage von Fès el-Jdid. Unter meridinischer Herrschaft wurde die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren des transsaharischen Handels und zu einem Leuchtturm der islamischen Kultur.

Die Stadt blühte nicht nur wirtschaftlich auf, sondern zog auch Künstler, Wissenschaftler und Gelehrte aus der gesamten islamischen Welt an. In dieser Zeit galt sie, zusammen mit Damaskus und Kairo, als eine der bedeutendsten Städte des Mittelmeerraums, dank ihres kulturellen und religiösen Einflusses.

Niedergang und Wiedergeburt

Nach dem Niedergang der Meriniden-Dynastie erlebte Fès eine Phase des Verfalls, besonders als die Hauptstadt des Königreichs nach Marrakesch verlegt wurde. Dennoch verlor die Stadt nie ihre religiöse und kulturelle Bedeutung.

Im 16. Jahrhundert erlebte sie unter den Saadiern eine vorübergehende Wiedergeburt, doch erst mit der Ankunft der alauitischen Dynastie im 17. Jahrhundert gewann die Stadt ihren Glanz zurück. Sie errichteten beeindruckende Paläste und Festungen und festigten den Status der Stadt als Symbol der marokkanischen Macht.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sie Kriegen, Machtwechseln und der Kolonialzeit standgehalten.

  1. 1
    1912

    Mit der Errichtung des französischen Protektorats in Marokko verlor sie erneut ihren Status als Hauptstadt, der an Rabat überging. Dennoch blieb die Medina von Fès das spirituelle und kulturelle Herz Marokkos.

  2. 2
    1981

    Die UNESCO erklärte die Medina von Fès el-Bali zum Weltkulturerbe. Damit würdigte sie ihren unschätzbaren Wert als eines der größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren der Welt.

3. Das Klima in Fès

Das Klima in Fès ist mediterran mit kontinentalen Einflüssen, geprägt von heißen Sommern und kühlen Wintern.

1
Sommer

Besonders im Juli und August können die Temperaturen 40 °C überschreiten, was die Erkundung der Stadt anstrengend machen kann. Deshalb empfiehlt es sich, leichte Kleidung und Sonnenschutz mitzubringen und ausreichend zu trinken, wenn Sie sich für diese Jahreszeit entscheiden.

2
Winter

Das Klima ist mild mit Temperaturen zwischen 5 und 15 °C, und die Nächte können noch kälter sein, weshalb sich leichte warme Kleidung empfiehlt.

3
Frühling und Herbst

Sie gelten als die beste Reisezeit für Fès, besonders von März bis Mai und von September bis November. In diesen Monaten ist das Klima milder und angenehmer, mit Temperaturen um 20-25 °C.

4. Medina von Fès el-Bali: eine Reise in die Vergangenheit

Die Medina von Fès el-Bali ist das historische Herz der Stadt, ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Wer sich in ihre engen Gassen begibt, taucht ein in ein faszinierendes Labyrinth aus Geschichte, Kultur und jahrhundertealten Traditionen.

Geschichte der Medina

Sie wurde im 9. Jahrhundert gegründet und ist seither ein wichtiges kulturelles und religiöses Zentrum. Während der Meriniden-Dynastie im 13. Jahrhundert erreichte sie ihren Höhepunkt und wurde zu einem intellektuellen und spirituellen Zentrum der islamischen Welt.

Die größte Fußgängerzone der Welt

Dieser Ort, der als eine der größten Fußgängerzonen der Welt gilt, zeichnet sich durch seine labyrinthischen Gassen und seine gut erhaltene mittelalterliche Architektur aus, die die reiche Geschichte der Stadt widerspiegelt.

Entdecken Sie die Souks und Handwerkswerkstätten

Ein Spaziergang durch die Souks der Medina ist ein einzigartiges Sinneserlebnis, bei dem Farben, Gerüche und Geräusche Sie vollständig einhüllen. Es handelt sich um traditionelle Märkte, auf denen lokale Handwerker ihre Waren verkaufen, von Lederartikeln über Keramik bis hin zu Gewürzen.

Die Handwerkswerkstätten sind die Seele des Ortes, wo Meisterhandwerker traditionelle Techniken lebendig halten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Hier können Besucher aus nächster Nähe den Herstellungsprozess der Produkte beobachten, die Fähigkeit und Hingabe würdigen, die in jedes Stück fließt, und sich natürlich ein einzigartiges Andenken an ihren Besuch mitnehmen.

Die Madrasa Bou Inania: ein architektonischer Schatz

Die Madrasa Bou Inania ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Medina, ein wahrer Schatz meridinischer Architektur.

Schule und Moschee zugleich

Im 14. Jahrhundert erbaut, vereint sie die Funktion von Schule und Moschee und besticht durch ihre exquisite Verzierung mit kunstvollen Mosaiken, Holzschnitzereien und handgeschnitztem Stuck. Ihr Innenhof mit einem Marmorbrunnen, umgeben von kunstvoll gemeißelten Säulen, ist einer der meistfotografierten Orte in Fès.

5. Moschee und Universität von Al-Qarawiyyin: die älteste Universität der Welt

Die Universität von Al-Qarawiyyin, gegründet im 9. Jahrhundert, gilt als die älteste ununterbrochen betriebene Universität der Welt, ein wahres Symbol islamischen Wissens und islamischer Spiritualität. Gegründet von Fatima al-Fihri, einer visionären Frau, war diese Institution über tausend Jahre lang ein Pfeiler des Wissens und zog Studenten und Gelehrte aus der gesamten islamischen Welt an.

Eingeschränkter Zugang

Die dazugehörige Moschee ist ebenfalls beeindruckend, mit einer Architektur, die kunstvolle geometrische Details, arabische Kalligrafie und ein traditionelles Design vereint, das den Reichtum der islamischen Kultur widerspiegelt. Der Zutritt ist ausschließlich Muslimen vorbehalten, doch ihre Präsenz lässt sich von mehreren Punkten der Medina aus bewundern, mit Blick auf das Minarett und die kunstvoll verzierten Dächer.

6. Gerberei Chouara: das Herz der Lederhandwerkskunst

Die Gerberei Chouara ist eine der bekanntesten Attraktionen von Fès, berühmt für ihr traditionelles Lederherstellungsverfahren, das seit dem Mittelalter praktisch unverändert geblieben ist.

Hier werden Tierhäute in große Steinbottiche getaucht, gefüllt mit natürlichen Stoffen wie Kalk, Wasser und Taubenkot, die helfen, das Leder weich zu machen und zu reinigen. Die Farbenpracht der Färbebottiche ist einer der meistfotografierten Anblicke, denn es werden natürliche Farbstoffe wie Safran, Mohn und Henna verwendet, um das Leder zu färben.

Nehmen Sie Minzblätter mit

Der Besuch der Gerberei ist nicht nur ein visuelles, sondern auch ein olfaktorisches Erlebnis. Die starken Gerüche gehören zur Erfahrung dazu, weshalb empfohlen wird, Minzblätter mitzunehmen, um den Duft während des Besuchs abzumildern. Die besten Aussichtspunkte befinden sich auf den Terrassen der Lederläden rund um die Gerberei, von wo aus man den gesamten Prozess beobachten und Fotos machen kann.

7. Das Mellah: das jüdische Viertel von Fès

Das Mellah, bekannt als das jüdische Viertel, liegt im Südosten der Medina und ist ein Ort, der Jahrhunderte des Zusammenlebens und der kulturellen Vielfalt widerspiegelt. Es wurde im 15. Jahrhundert gegründet und war Heimat einer blühenden jüdischen Gemeinde, die eine zentrale Rolle im wirtschaftlichen und sozialen Leben von Fès spielte.

Geschichte des Mellah

Das Mellah wurde während der Meriniden-Dynastie errichtet, als die jüdische Bevölkerung in dieses durch Mauern vom Rest der Stadt getrennte Viertel umgesiedelt wurde. Dieses Viertel war weit mehr als ein Zufluchtsort: Es war ein Zentrum für Handel und Handwerk, in dem die jüdische Gemeinde über Jahrhunderte hinweg gedieh und maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung beitrug.

Seine Gassen sind voller Geschichte, mit alten Häusern und Läden, die von einer Zeit erzählen, in der Juden und Muslime Seite an Seite lebten und arbeiteten.

Die Ibn-Danan-Synagoge und der jüdische Friedhof

1
Ibn-Danan-Synagoge

Eine der ältesten Marokkos und ein wertvolles Beispiel des jüdischen Erbes in Fès. Im 17. Jahrhundert erbaut, wurde sie restauriert und für die Öffentlichkeit geöffnet und bietet Besuchern einen Einblick in das spirituelle und kulturelle Vermächtnis der jüdischen Gemeinde.

2
Jüdischer Friedhof

In der Nähe gelegen, ist er ein weiterer bedeutender Ort mit Grabsteinen, die mehrere Jahrhunderte zurückreichen. Viele von ihnen sind mit hebräischen Inschriften bedeckt, die die Geschichten derer erzählen, die hier lebten.

8. Fès el-Jdid: die neue mittelalterliche Stadt

Fès el-Jdid, oder „Neu-Fès“, wurde im 13. Jahrhundert von den Meriniden als Erweiterung der alten Medina gegründet. Ziel war es, eine neue Hauptstadt zu schaffen, die das Beste aus städtischem Leben und dem Schutz einer befestigten Stadt vereinte.

Dieses Gebiet besticht durch seine Architektur und mittelalterliche Atmosphäre und bietet Besuchern einen Rundgang durch einen weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Teil voller Geschichte und Pracht.

Königspalast von Fès

Auch als Dar el-Makhzen bekannt, ist er eines der beeindruckendsten Gebäude der Stadt. Seine Fassade glänzt mit riesigen, kunstvoll geschmiedeten Bronzetoren, umgeben von Keramikfliesen und filigranen Holzarbeiten.

Nur von außen

Obwohl der Palast und seine Gärten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, lässt der Blick von außen die Erhabenheit und Macht erahnen, die dieser Ort im Laufe der Jahrhunderte innehatte. Der Gebäudekomplex umfasst prächtige Gärten, Innenhöfe und Pavillons, die einen ruhigen und schönen Kontrast zum Trubel der Stadt bieten.

Die Stadtmauern und monumentalen Tore

Fès el-Jdid ist von imposanten Mauern umgeben, die die neue Stadt vor möglichen Invasoren schützten und ihre Stellung als Machtzentrum untermauerten. Diese Mauern sind von monumentalen Toren durchzogen, wobei Bab Semmarine das bekannteste ist, ein mit Bögen und Mosaiken verziertes Tor, das einst den Haupteingang zur Stadt markierte.

Diese dienten nicht nur als Kontrollpunkte, sondern spiegelten auch den architektonischen Erfindungsreichtum der Epoche wider, mit ihren detailreichen Verzierungen und ihrer imposanten Struktur.

9. Die Jnan-Sbil-Gärten: eine Oase des Friedens im Herzen von Fès

Die Jnan-Sbil-Gärten sind eine wahre Oase der Ruhe inmitten des Trubels der Stadt. Sie bieten eine grüne, erfrischende Verschnaufpause nach der Erkundung der lebhaften und geschäftigen Gassen der Medina.

Diese Gärten, die aus dem 18. Jahrhundert stammen, wurden von der alauitischen Dynastie angelegt und sorgfältig restauriert. Heute verbinden sie traditionelle Elemente mit modernen Bereichen, die zum Entspannen und Genießen der Natur einladen.

Was Sie hier vorfinden

Mit ihren dichten Bäumen, kunstvollen Brunnen und schattigen Wegen sind sie ein perfekter Ort zum Spazierengehen, zum Ausruhen auf einer der Bänke oder einfach zum Genießen der Ruhe der Umgebung. Die Wasserläufe, kleinen Teiche und Brücken über die Bäche sorgen für ein Gefühl der Frische.

10. Nejjarine-Museum für Kunst und Holzhandwerk

Dies ist einer der kulturellen Schätze von Fès, untergebracht in einem restaurierten alten Fondouk, einer traditionellen Herberge aus dem 18. Jahrhundert im Herzen der Medina. Dieses Gebäude besticht durch seine Architektur, mit einem Innenhof, umgeben von geschnitzten Holzsäulen und Fliesendetails, die den Glanz der meridinischen Epoche widerspiegeln.

Ganz dem Holz gewidmet

Das Museum widmet sich dem Holzhandwerk, einer der ältesten und geschätztesten Traditionen Marokkos. Es zeigt eine umfangreiche Sammlung von Werkzeugen, Möbeln und dekorativen Gegenständen, die die Meisterschaft marokkanischer Handwerker im Laufe der Jahrhunderte belegen. Zu den ausgestellten Stücken zählen Truhen, Türen, Bögen und Alltagsgegenstände.

11. Ausflüge in der Nähe: entdecken Sie die Reize der Umgebung von Fès

Fès ist ein bequemer Ausgangspunkt, um den Norden und den Mittleren Atlas kennenzulernen. Mehrere unserer Routen verbinden diese Stopps in einer einzigen Reise, ohne dass man jeden Transfer einzeln organisieren muss.

1
Volubilis

Eine antike Römerstadt, rund 60 km entfernt. Bekannt für ihre beeindruckenden Mosaiken und gut erhaltenen Ruinen, die einen Einblick in das Leben vor mehr als 2.000 Jahren bieten.

2
Meknès

Nur 65 km entfernt, eine weitere der Königsstädte Marokkos, berühmt für ihre Medina, ihre Paläste und das majestätische Tor Bab Mansour. Sie verbindet Geschichte, Kultur und eine ruhigere Atmosphäre als Fès, ideal für einen entspannten Besuch.

3
Ifrane

Rund 70 km südlich gelegen, bekannt als die „Schweiz Marokkos“ wegen ihrer europäischen Architektur und ihrer gebirgigen Umgebung mit kühlem Klima, Parks und Seen. Perfekt für einen erholsamen Spaziergang fernab vom Trubel der großen Städte.

4
Moulay Yacoub

Nur 20 km entfernt, heiße Quellen, ein beliebtes Ziel für alle, die Entspannung und Wohlbefinden suchen, dank ihrer mineralreichen und therapeutischen Wasser.

12. Lokale Küche

Die Küche von Fès spiegelt ihre reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt wider, mit Aromen, die das Beste der arabischen, berberischen und andalusischen Küche vereinen. Die lokale Küche zu entdecken ist ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Besuchs, mit traditionellen Gerichten, die die Essenz Marokkos einfangen: von aromatischen Gewürzen bis hin zu Zubereitungstechniken, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Typische Gerichte

1
Pastilla

Eine köstliche Mischung aus Blätterteig, Tauben- oder Hühnerfleisch, Mandeln und Zimt, die süße und herzhafte Aromen auf einzigartige Weise vereint.

2
Couscous

Eines der bekanntesten Gerichte Marokkos. Es wird traditionell freitags serviert, mit Gemüse, Fleisch und Gewürzen, die ein wohltuendes Gericht ergeben.

3
Tajine

Langsam in einem Tontopf gegart, mit Zutaten wie Lamm, Huhn, Pflaumen und eingelegter Zitrone.

13. Allgemeine Tipps für den Besuch in Fès

Ein Besuch in Fès ist ein einzigartiges Erlebnis, für das man einige Dinge beachten sollte, um die Stadt und ihre reiche Geschichte optimal zu genießen:

  • Bequeme und passende Kleidung tragen: Die Medina hat Kopfsteinpflastergassen, die teils steil sind, weshalb geschlossenes, robustes Schuhwerk zum problemlosen Erkunden empfohlen wird.
  • Einen ortskundigen Guide für die Medina engagieren, da man sich in ihrem verschlungenen Gassenlabyrinth leicht verirrt. Außerdem kann er Ihnen ausführliche Erklärungen zur Geschichte und den Geheimnissen von Fès geben.
  • Bargeld mitnehmen, da viele Geschäfte und Restaurants keine Kreditkarten akzeptieren, besonders innerhalb der Medina. Feilschen gehört zur marokkanischen Kultur, also genießen Sie diese Praxis auf den lokalen Märkten, stets mit Respekt und einem Lächeln.
  • Lokale Gepflogenheiten beachten, etwa respektvolle Kleidung tragen und zu enge oder freizügige Kleidung vermeiden, besonders in konservativeren Gegenden. Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie Fotos machen, besonders von Personen, um die Einheimischen nicht zu verstimmen.

Häufige Fragen

En el año 789, por Idris I, líder de la dinastía idrisí, como capital de un nuevo reino islámico en el Magreb. Se estableció a lo largo del río homónimo y creció deprisa como centro de comercio, religión y cultura del norte de África.

La Universidad de Al Quaraouiyine, en Fez, construida en el año 859 y fundada por Fatima al-Fihri. Sigue en funcionamiento y está reconocida como la más antigua del mundo en actividad continua.

No: el acceso está reservado a los musulmanes. Se puede admirar desde varios puntos de la medina, con vistas al minarete y a los techos ornamentados. Lo mismo ocurre con el Palacio Real (Dar el-Makhzen), que no abre al público y solo se ve por fuera.

El aeropuerto de Fez-Saïss está a unos 15 km al sur de la ciudad, con vuelos nacionales y europeos. En tren (ONCF) son unas 3 h 30 min desde Casablanca y unas 7 horas desde Marrakech, con salidas aproximadamente cada dos horas. En autobús (CTM, Supratours), de 4 a 5 horas desde Casablanca y de 7 a 8 desde Marrakech.

La primavera y el otoño, sobre todo de marzo a mayo y de septiembre a noviembre, cuando las temperaturas rondan los 20-25 °C. En julio y agosto pueden superar los 40 °C, y en invierno oscilan entre 5 y 15 °C, con noches más frías.

Es muy recomendable: Fez el-Bali es un laberinto de calles estrechas en el que es fácil perderse, y un guía local añade la explicación histórica. Los vehículos no tienen acceso —es una de las mayores zonas peatonales del mundo—, así que se recorre a pie y conviene llevar calzado cerrado y resistente: las calles son empinadas y adoquinadas.

Es la curtiduría tradicional de Fez, donde el cuero se trabaja prácticamente igual que en la Edad Media: las pieles se sumergen en cubetas de piedra con cal, agua y excremento de paloma, y se tiñen con productos naturales como el azafrán, la amapola y la henna. Los mejores puntos de observación son las terrazas de las tiendas de cuero de alrededor. Conviene llevar hojas de menta: el olor es fuerte y forma parte de la visita.

Las más habituales son Volubilis, la ciudad romana a unos 60 km; Meknès, a 65 km, con su medina y la puerta Bab Mansour; Ifrane, a unos 70 km hacia el sur; y Moulay Yacoub, a solo 20 km, conocida por sus aguas termales.

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